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26.03.2019, 17:45 Uhr | Niels Starke

„Offizielle Wege statt verbieten“

Eine Alternative für illegale Radwege im Wald

Kinder und Jugendliche fahren abseits von Straßen im Wald mit ihrem Fahrrad, das Alter spielt dabei nur eine nebensächliche Rolle. Sie bauen Radwege und Sprungmöglichkeiten für einen größeren Fahrspaß.

CDU Mühltal für Ausweichmöglichkeiten ein.
Was im ersten Moment positiv klingt und viele auch aus ihrer Jugend kennen, stößt auf Widerstand. Ein aktuelles Beispiel ist die Strecke im Trautheimer Staatswald, hier hat Hessenforst eingegriffen und die bestehende Strecke gesperrt. Viele der Kinder und Eltern konnten diesen Schritt nicht nachvollziehen und begegneten dem Verbot mit Unverständnis: „Was soll denn schlimm daran sein, wenn mein Kind im Wald Fahrrad fährt?“, meinte ein Vater, eine weitere Aussage eines Elternteils war: „Im Wald haben wir früher alle gespielt, allemal besser, als wenn Kinder nur vor dem Fernseher oder der Spielkonsole sitzen“. Als diese Diskussion aufkam hat sich die CDU Mühltal dazu entschlossen, einen Termin vor Ort mit allen Beteiligten einzuberufen. Denn es ist immer besser miteinander zu sprechen, als nur übereinander. Obwohl der Termin in den Medien nicht öffentlich gemacht wurde, waren neben dem Forstamt und unserem Revierförster rund 60 Kinder und Eltern vor Ort, um nach einem gangbaren Weg zu suchen. Schnell wurde klar, dass es aufgrund der rechtlichen Situation keine kinderfreundliche Variante oder ein Kompromiss geben wird. „Ein Befahren von nicht befestigten Wegen im Wald ist schlichtweg verboten“ so der Vertreter des Forstamtes. Uns war nun klar, dass hier eine Alternative her muss! Wir verstehen den Ärger von denjenigen, die mit viel Engagement die Strecke gebaut haben. Doch die rechtliche Situation lässt hier leider keinen Spielraum, auch wenn man ihn sich wünschen würde. Um nun eine Alternative auf einem Gemeindegrundstück zu finden, hat die CDU Mühltal die Initiative ergriffen und einen Antrag formuliert, der auch bereits mit den anderen Fraktionen abgestimmt ist und zur nächsten Gemeindevertretersitzung als gemeinsamer Antrag eingebracht wird. Die Verwaltung soll ein geeignetes Grundstück finden und die Rahmenbedingungen klären. Wir bleiben dran!

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